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Das altgriechische Wort ‚nestis’ für Fasten bedeutet ‚kein Essen habend’, bzw. den Zustand des Hungrig- oder Nüchternseins, aber auch den Zustand der freiwilligen Enthaltung von Nahrung im Kult oder in der Medizin. Das entsprechende lateinische Wort ist ‚ieiunus’. Es ging also ursprünglich um das Nüchternsein, um das sogenannte Vollfasten. Die beiden Begriffe konnten allerdings auch für den Zustand der Nahrungsbeschränkung verwendet werden, etwa für die Abstinenz von Fleisch und Wein. Beide Formen des Fastens gab es also schon vor der Christenheit und dem Mönchstum in Europa.

Neben den alten philosophischen Schulen kennen alle Weltreligionen das Fasten. So heißt es von allen großen Religionsstiftern, dass sie vor ihrem ersten großen Auftritt in der Öffentlichkeit für einen Monat oder länger gefastet hätten.

Das Alte Testament berichtet, dass sich Moses auf dem Berg Sinai zurückgezogen habe, um dort für 40 Tage und Nächte zu fasten (Exodus 34,28). Die selbe Zeit wird auch beim Propheten Elias (1. Könige 19,7ff) und bei Jesus genannt (Matthäus 4,1ff.; Lukas 4, 1f.). Mohammed fastete bevor ihm der Koran offenbart wurde, und Buddha fastete unter dem Bodhi-Baum, um zur Erkenntnis zu kommen.

In den kommenden Tagen werden wir uns die einzelnen Religionen etwas genauer ansehen.

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