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Die australische Polizei ermittelt seit Montag gegen "Meister Xiao", der weltweit Workshops zur Selbstheilung anbietet.
Vom 24. bis 30. Mai ist ein solcher Workshop auch in Bad Salzhausen (Hessen) angekündigt. In der TU Dortmund soll bereits am 12. Mai ein Vortrag stattfinden.

Hongchi Xiao steht unter Verdacht, für den Tod eines siebenjährigen Jungen aus Sydney verantwortlich zu sein. Australische Medien berichten, der Junge mit Diabetes Typ 1 hätte auf Anweisung von Xiao drei Tage lang fasten und vermutlich auch auf Insulin verzichten müssen.

Zu Xiaos Therapie gehört es, den Körper zu schlagen, um dadurch "Gifte" zu lösen und auszuleiten. Schmerzen und Blutergüsse seien hierbei ein Zeichen, dass noch "Gift" im Körper vorhanden sei. Nicht selten komme es bei den Behandelten zu Erbrechen, so auch bei dem Jungen. Xiao nennt dies "healing crisis" - ein Teil der fragwürdigen Therapie.

Für den Jungen kam am Montag jede Hilfe zu spät. Hinzugezogene Rettungskräfte konnten den Herzstillstand nicht mehr verhindern. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus.

2011 war Xiao wegen seiner Behandlungsmethoden aus Taiwan ausgewiesen worden, auch in China gab es nachfolgend Kritik.
Nach dem gegenwärtigen Informationsstand können wir nur vor "Meister Xiao" und seinen Praktiken warnen!

Verwendete Quellen:
- Artikel der "Daily Mail"
- Artikel im "Daily Telegraph" (vgl. hier)
- Hintergrund-Artikel der BBC
- Blog-Artikel mit Fotos von Behandelten (die dort gezeigten Fotos stammen von Xiaos Homepage)
kritischer Artikel von "Xinhua" (2012)

UPDATE 2016:
Leider haben die äußerst fragwürdigen Praktiken von Hongchi Xiao nun ein weiteres Todesopfer gefordert:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/england-diabetikerin-stirbt-nach-chinesischer-pruegeltherapie-a-1121182.html

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