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Zu den Zeiten des Kirchenvaters Augustinus (gest. 430), Bischof im nordafrikanischen Hippo, wurde bereits zu festen Zeiten gefastet.
 
In den vierzig Tagen vor Ostern ging man damals nicht in die Thermen, was als ein besonders schweres Opfer angesehen wurde. Fleisch, Wein und einige Obstsorten wurden gemieden, außerdem blieb man - wie ihm islamischen Ramadam, der 200 Jahre später entstanden ist - bis zum Sonnenuntergang nüchtern.
 
Besonders Eifrige bemühten sich, über zwei bis drei Tage unter der Woche nichts zu essen, strenge Asketen strebten danach, während der gesamten Woche ohne Nahrung auszukommen und nur an den Sonntagen der Fastenzeit zu essen.
 
Es kam aber auch schon zu ganz anderen Exzessen zu Beginn des 5. Jahrhunderts: Einige schienen nur deshalb tagsüber zu fasten, um das Essen am Abend umso mehr genießen zu können. Dabei wurden erlesene Fische und Gemüse für delikate „Fastenspeisen“ zubereitet, die erheblich teurer und aufwendiger waren, als die Mahlzeiten außerhalb der Fastenzeit.
 
Es heißt, dass mit solchen Fastenspeisen das väterliche Erbe in kurzer Zeit verprasst werden würde, wenn man sie das ganze Jahr über auf den Tisch brächte.

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