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Das Fasten ist eine der fünf Säulen des Islam. Diese bestehen aus dem Glaubensbekenntnis, dem Gebetsritual, dem Saum (das Fasten im Monat Ramadan), dem Almosengeben (durch das Gesetz festgelegte Abgabe an Arme) und dem Hadsch, die Pilgerreise nach Mekka.
 
Der Ramadam, der neunte Monat im islamischen Mondjahr, ist dem Gedenken an die erste Erleuchtung des Propheten Mohammed gewidmet, durch die ihm der Koran geoffenbart wurde.
 
In diesem Monat darf der Gläubige vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts zu sich nehmen, nicht einmal Rauch. Der Ramadam-Monat ist nicht immer zur selben Jahreszeit: Es ist der 9.Monat des islamischen Jahres, das nicht an das Sonnenjahr angeglichen wird. Deshalb wandern die islamischen Festtage durch das Jahr.
 
Trotz der Anforderungen gehen die Moslems freudig an den Ramadam heran, und es ist bezeichnend, dass der letzte Freitag im Fastenmonat Waisenfreitag heißt. An diesem Tag trauern die Gläubigen darüber, dass der Ramadan sich dem Ende zuneigt.
 
Einen Monat lang waren in ihrem Alltag nur religiös-ethische und soziale Werte bedeutsam. Im Hadith, einer Sammlung überlieferter Worte und Taten des Propheten Muhammad, steht der verheißungsvolle Spruch:
 
„Wenn der Ramadan beginnt, öffnen sich die Tore des Himmels, schließen sich die Tore der Hölle, und die Dämonen sind gefesselt.“ (nach Abu Hureira, 7. Jh.)
 
Im Islam kann, wie in allen monotheistischen Religionen, ein bewusster, kontrollierter Umgang mit sinnlichen Genüssen den Zugang zur geistig–spirituellen Welt eröffnen.
 
Eine Frau berichtet über ihre erste Fastenerfahrung im Ramadan:
 
„Eine plötzliche und unerwartete Umkehrung der Geschmacks- und des Geruchssinns stellte sich ein, so dass ich Anblick der gedeckten Tafel weder die Speisen noch die Getränke verführerisch erschienen! Schnell, nur ein Schluck vom kalten Wasser und die Lippen berührt mit einer honigsüßen Dattel, und schon hätte ich mich neu gestärkt gefühlt! Ich empfand weder Hunger noch Durst und war ergriffen von einer tiefen Sehnsucht.“
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