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Mädesüß (Filipendula ulmaria L. Maximowicz)

In Deutschland ist die Hauptblütezeit der Juni, sie kann auch bis in den Juli hineinreichen. In solchen Mengen wird man die Pflanze aber kaum finden. Feldartige Ausbreitungen finden sich jedoch in Norwegen, wie hier in der Umgebung der nordnorwegischen Hafenstadt Bodø.

Das massenhafte Vorkommen des Rosengewächses geht auf die Wikinger zurück. Sie nutzten die Pflanze zum Aromatisieren ihres Mets, daher auch der Name Mädesüß, der „Metsüße“ bedeutet. Bis heute wächst Filipendula ulmaria, so der botanische Name, in der Umgebung von ehemaligen Wikingersiedlungen. Bei Bodø gab es eine bedeutende Wikingersiedlung im Mittelalter.

Ob die wilden Männer mit der Zugabe von Mädesüß gleich den drohenden Kopfschmerz nach größerem Metgenuss vorbeugen wollten, ist sehr fraglich, obwohl immer wieder zu lesen ist, dass Mädesüß Salicylsäure enthält, also einen Stoff, der in leicht veränderter Form als Actetylsalicylsäure auch in Aspirin und vielen anderen Schmerzmitteln enthalten ist. Die Inhaltsstoffe der Blüten und des Krautes sind ätherisches Öl mit etwa 75 Prozent Salicylaldehyd, Phenylglykoside (Glykoside des Salicylaldehyds und des Salicylsäuremethylesters), Benzylalkohol und bis zu 5 Prozent Flavonoide und Gerbstoffe. Die Blüten besitzen deutlich mehr Salicylaldehyd und Salicylsäuremethylester als das Kraut.

Erst durch die Umwandlung (Metabolisierung) der Salicylsäurederivate in der Leber entsteht die entzündungshemmende und fiebersenkende Salicylsäure. Das Mädesüß liefert diesen Arzneistoff also nicht direkt.
Empfohlen wird Mädesüß noch heute bei Erkältungskrankheiten. Die Blüten oder das ganze Kraut werden als Tee eingenommen.

Zubereitung:
1 Esslöffel kleingeschnittene Mädesüßblüten oder Mädesüßkraut mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 bis 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und möglichst heiß trinken.

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